“Jedes Pferd ist nur so gut, wie sein schlechtester Huf.” An diesem alten Sprichwort ist viel Wahres dran. Der Sommer ist für die Hufe unserer geliebten Pferde eine große Belastung und stellt auch den Halter immer wieder vor neue Herausforderungen. Wässern, ja oder nein? Fetten, ja oder nein? Mit unseren Tipps zur richtigen Hufpflege wollen wir die nahe liegenden Fragen zu diesem Thema beantworten!

1. Hufe vor rapiden Wechseln schützen

Man hat festgestellt, dass die große Trockenheit im Sommer für Hufe kein übergeordnetes Problem darstellt. Die stabile Glasurschicht im gesunden Huf ist in der Lage, die Regulierung des Wassergehaltes der Hufwand vorzunehmen. Womit der gesamte Huf jedoch immense Schwierigkeiten hat, ist der Wechsel zwischen Trockenheit und plötzlicher Nässe, wie es beispielsweise beim Abspritzen der Beine geschieht. Wird das Pferd im Anschluss auch noch in die trockene Box gestellt, ist die rapide Umstellung perfekt und der Huf schafft es nicht mehr, sich zu regulieren. Die Nässe trocknet zu schnell weg und es kommt zu strukturellen Schäden. Es ist also kontrainduziert, die Hufe im Sommer einzuweichen!

2. Richtige Haltungsbedingungen

Im besten Fall schafft man eine Umgebung, in der die Hufe sich selbst wässern können. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Pferde morgens über die taunassen Weiden laufen. Auch eine große Wasserstelle, angelegt im Paddocktrail, ist eine gute Möglichkeit.

3. Optimale Pflegeprodukte

Eine weitere Idee zur Pflege trockener Hufe ist es, sie einzufetten. Hierbei ist es jedoch unerlässlich, nur den nassen Huf zu fetten. Trägt man das Huffett auf das trockene Horn auf, ist ein Eindringen von Wasser von außen nicht mehr möglich und der Huf trocknet weiter aus. Bewässert man die Hufe jedoch erst und fettet sie anschließend ein, kann die Feuchtigkeit besser im Horn reguliert werden. Die verwendeten Produkte sollten kein Aceton oder Motorenöl enthalten!

4. Hufbearbeitung

Eine gute Bearbeitung des Hufes ist das A und O! Die Investition in einen guten Huforthopäden oder -bearbeiter ist zwingend erforderlich. Hier bringt es nichts, ein paar Euro sparen zu wollen. Nur ein guter Hufbearbeiter kann vorhandene Fehlstellungen korrigieren und dem Pferd so helfen, mit gesunden Hufen durchs Leben zu gehen!

 

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