Überall wird man zur Zeit als Hundebesitzer auf die Gefahren hingewiesen, die es mit sich bringt, seinen Hund bei sommerlichen Temperaturen im Auto warten zu lassen. Natürlich zu Recht! Es lauern jedoch noch weitere Bedrohungen, an die man nicht sofort denkt, wenn die Temperaturen steigen.

In der gesamten Stadt kann man Hundebesitzer dabei beobachten, wie sie ihre Vierbeiner am Fahrrad rennen lassen. Hier muss man klar sagen, dass Vorsicht geboten ist! Natürlich ist das Laufen am Fahrrad für einen sportlichen und lauffreudigen Hund eine gelungene Abwechslung zum langsamen Spaziergang. Doch darf man nicht vergessen, dass hier eine unheimliche sportliche Leistung vom Hund abverlangt wird. Auch der Hund muss, genau wie wir, Kondition erst aufbauen. Obendrein gilt, je kürzer die Beine, desto anstrengender wird es. Gerade in der Mittagshitze sollte der Hund nur in gemächlichem Tempo mitgeführt werden und muss permanent beobachtet werden, um einer Überhitzung und einem Zusammenbrechen des Kreislaufs vorzubeugen.

Oft sehe ich, dass die Vierbeiner gerade nach einem Ausflug am See mit nassem Fell in schnellem Tempo neben dem Fahrrad her rennen müssen. Offenbar scheint man hier der Ansicht zu sein, die Feuchtigkeit auf der Haut des Tieres bringe Abkühlung durch den Fahrtwind. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Das Wasser auf der Haut des Hundes verdampft in der Sonne und erwärmt ihn zusätzlich. Man darf nicht ausser Acht lassen, dass die Thermoregulation des Hundes anders funktioniert als die des Menschen.

 Unabhängig von der Aussentemperatur gibt es einen weiteren entscheidenden Punkt, der beim Fahrradfahren mit dem Hund beachtet werden muss. Der Untergrund in unseren Städten aus Asphalt ist aufgrund seiner Härte und Unnachgiebigkeit keineswegs dazu geeignet, den Hund galoppieren zu lassen. Bei jedem Galoppsprung kommt das Tier ungebremst auf, die Gelenke werden zusammengestaucht. Auf die Dauer können hier erhebliche Schäden am Skelettapparat des Hundes entstehen, die mit grossen Schmerzen sowie Immobilität einhergehen. Auf federndem Waldboden kann sicherlich Tempo aufgenommen werden, doch auf harten Böden muss man als Hundebesitzer darauf achten, dass sein Vierbeiner locker nebenher traben kann, um seinen Bewegungsapparat zu schützen.

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