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Einigen Menschen bereitet der Anblick eines Blutegels sicherlich Unwohlsein. Vor allem die Vorstellung, einen solchen Blutsauger an sich selbst oder auch an seinem geliebtem Haustier zu haben, lässt doch bei vielen Ekel aufkommen. Doch dies ist völlig unbegründet! Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) kann bei der Anwendung am Tier außerordentliche Dienste leisten! Vielfältig sind seine Einsatzbereiche, groß ist der Nutzen, den er bringt.

  • Bei jeder Art von Arthrose, beispielsweise bei Spat oder Spondylose
  • Bei Huferkrankungen, wie Hufrehe, Hufrollenentzündung
  • Bei Sommerekzem, schlecht heilenden Wunden oder ähnlichen Hauterkrankungen
  • Bei Sehnenverletzungen
  • Schleimbeutelentzündungen, wie z.B. Piephacke
  • Flüssigkeitsansammlungen
  • Othämatom
  • Equines Sarkoid

All dies sind Gebiete, bei denen Blutegel sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Die Therapie mit den Würmern ist sehr schonend, im Gegensatz zu medikamentöser Therapie gibt es quasi keine Nebenwirkungen. Im Ausnahmefall kann es passieren, dass das Tier, bei dem die Egel angesetzt werden, allergisch reagiert. Dies ist allerdings überaus selten, Menschen neigen hier eher zu einer Überreaktion als Pferde, Hunde und andere Haus- und Hoftiere.

Bis heute ist nicht abschließend geklärt, welche Wirkstoffe im Egelspeichel enthalten sind. Fest steht, dass es über 30 verschiedene sind, die beispielsweise entzündungshemmend, blutgerinnend und antiseptisch sind. Lange schon versuchen Labore die Wirkstoffe zu isolieren und den Speichel nachzubilden, jedoch ohne Erfolg.



 

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