Die Akupunktur ist ein Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin, in diesem Fall der traditionellen chinesischen Veterinärmedizin, kurz TCVM.

Insgesamt basiert diese auf 5 Säulen, nämlich:

  • Akupunktur
  • Phytotherapie
  • Tuina (traditionelle Massageform)
  • Ernährungslehre
  • Qigong und Feng Shui

Da die Haut des Patienten bei der Akupunktur mit sehr feinen (häufig Stahl-) nadeln durchstochen wird, spricht man hier von einer invasiven, also in den Körper eindringenden Behandlungsmethode. Für das Tier ist dies aufgrund der Dünne der Nadeln meist nicht sehr schmerzhaft, es kann jedoch vorkommen, dass einige Akupunkturpunkte beim Stechen etwas schmerzen.

Bei den verschiedenen Akupunkturpunkten werden darunterliegende Gewebe und Nervenbahnen gereizt. Die Stimulation setzt dann die Selbstheilungskräfte in Gang.

Doch was genau sind Akupunkturpunkte eigentlich und wie werden sie festgelegt?

Die Punkte, die der Akupunkteur nadelt, heißen in der TCM und auch in der TCVM Shu Xue, was übersetzt “miteinander kommunizierende Löcher” bedeutet. Oftmals liegen genau an diesen Stellen mehr Nervenenden, sie sind also sensibler, man könnte die Punkte auch als “Energiepunkte” umschreiben. Eine Krankheit wird in der TCVM als Ungleichgewicht dargestellt. Sie entsteht, wenn das “Qi”, also die gesamte Energie des Körpers, nicht mehr richtig fließen kann. Durch das Nadeln der speziellen Punkte wird also der störungsfreie Fluß des Qi wiederhergestellt und der Körper des Tieres bekommt die Möglichkeit, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und sich so selbst zu heilen.

Woher weiß nun der Therapeut, welche der vielen Akupunkturpunkte er nadeln muss?

Ein guter Therapeut und Akupunkteur macht zunächst eine umfangreiche Diagnostik und Anamnese. Dies ist im tiermedizinischen Bereich häufig erschwert, da der Patient selbst ja nicht erklären kann, was ihm fehlt. Der Behandler ist also im besonderen Maße gefragt, seinen tierischen Patienten genau zu untersuchen und zu beobachten, da er sich nicht allein darauf stützen kann, was ihm der Besitzer erläutert.

 

Bei welchen Leiden kann die Akupunktur für Tiere eingesetzt werden?

In unserer Praxis setzen wir die Akupunktur hauptsächlich bei allen Beschwerden rund um den Bewegungsapparat ein. Ob der Hund beispielsweise eine Hüftdysplasie, einen Bandscheibenvorfall oder Probleme mit dem Knie hat, die Akupunktur hilft in jedem Falle die Schmerzen zu lindern, ohne dass Medikamente mit Nebenwirkungen eingesetzt werden müssen.

Unterstützend wenden wir die Akupunktur auch bei allen Organleiden an. Durch die genaue Auswahl der Akupunkturpunkte auf den Meridianen können die inneren Organe von Hund, Katze und Pferd gestärkt und wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

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